Tiefenwärme!
Die infrarote Strahlung wurde 1801 als Bestandteil des Sonnenspektrums
von dem englischen Astronomen Sir William Herschel entdeckt. Sie ist
eine der natürlichsten Wärmequellen, da die Evolution der Organismen im
Sonnenbestrahlungsfeld stattfand. Sie wird auch als Wärmestrahlung
bezeichnet, da sie die Eigenschwingung von Molekülen anregt und von
Rezeptoren in der Haut als Wärme wahrgenommen wird.
Die Infrarotstrahlung ist unsichtbar und wird historisch in A-B-C
aufgeteilt.
Warum Infrarot-A-Licht?
Das Infrarot-A-Licht (kurzwelliger Infrarotbereich) besitzt innerhalb
der optischen Strahlungsarten die größte Eindringtiefe
Den Wellenlängenbereich zwischen 900 und 1000 nm kann man als »optisches
Fenster« der Haut bezeichnen, da nur das Infrarot-A-Licht die gewünschte
Tiefenwirkung erzielt.
Das meint die Fachpresse
»...wenn manche Infrarot-Wärmekabinenhersteller von Eindringtiefen von
mehreren Millimetern sprechen, ist dies nicht richtig, es sei denn die
verwendeten Strahler senden Infrarot mit überwiegendem A-Anteil aus.
Während im kurzwelligen Bereich des Infrarotspektrums die Penetration
groß ist, ist die Absorption relativ gering.
Dies erklärt nun auch, warum wir nur für den Infrarot-A-Bereich die
Bezeichnung »Tiefenerwärmung« gelten lassen können.
Es ist irreführend, wenn man von Tiefenerwärmung spricht, ohne die
Wellenlänge der Strahlen anzugeben. Die Eindringtiefe einer Strahlung
wird übrigens mit einem Wert, bei dem 95% der eingedrungenen Energie
absorbiert sind, angegeben.
Da Infrarot-B und-C-Strahlen schon in der obersten Hautschicht in einer
Tiefe von 0,1- 2 mm absorbiert (abgefangen) werden, kann es hier zu
einer sehr starken Erwärmung kommen.
Wie oben gezeigt werden konnte, führt die hohe Absorption von Infrarot-B
und-C in der Epidermis zu schneller Erwärmung
und bei entsprechender Bestrahlungsstärke zu schmerzhafter Wahrnehmung.
Bei Hauttemperaturen zwischen 43C bis 47C werden die Schmerzrezeptoren,
die in der unteren Epidermis und in der Lederhaut liegen, gereizt, was
schnelles Wegziehen von der Hitzequelle zu Folge hat. Es ist also der
Hitzeschmerz, der zur Unterbrechung der Bestrahlung führt. Für die
Praxis bedeutet dies, dass der Hitzeschmerz bei Infrarot A-Strahlern im
Unterschied zu B- und C-Strahlern nicht auftritt, da ihre Energie sich
bis in die tiefen Gewebeschichten verteilt.